Die Bergung des Büchleins und der anderen Funde aus Grab 350 am Amberger Spital

Um die Funde ohne weiteren Substanzverlust zerstörungsfrei zu bergen und ohne bei der Bergung wichtige Informationen zu verlieren, die nur unter Laborverhältnissen in einer archäologischen Restaurierungswerkstatt zu erhalten sind, haben wir den Teil des Holzsarges mit den Beigaben aus Grab 350 im Block geborgen.

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Hierbei werden zunächst die umliegenden Erdschichten um den zu bergenden Bereich vorsichtig von allen Seiten abgegraben. Der so entstandene Block wird zunächst von allen Seiten mit Klarsichtfolie stabilisiert und anschließend mit Gipsbinden eingegipst. Nach dem Aushärten des Gipses wird der Erblock mit den an der Oberfläche freigelegten Funden dann durch sehr behutsames Einbringen von Stahlkellen von unten her vom darunterliegenden Erdreich getrennt. Danach kann der Erdblock dann sehr vorsichtig und mit vereinten Kräften angehoben und auf eine Trägerplatte aus Kunststoff gehoben werden. Hier kann er dann weiter stabilisiert und für den Transport vorbereitet und gesichert werden.

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Bei unserem Fundensemble mit dem Büchlein und den anderen Funden ist die Bergung des rund 50 kg (!) schweren Erdblocks gut geglückt. Der Fundkomplex befindet sich bereits in den Restaurierungswerkstätten des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege in Regensburg… Jetzt sind die Retauratoren am Zuge!

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